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Scheiße, die zweite!

So geschah es, dass uns die Langeweile wiederienmal heimsuchte. Doch wussten wir ihr wie immer gut entgegen zu wirken. Natürlich setzte man sich in den Zug und fuhr nach Hannover, man hatte ja vom mal davor noch gute Erinnerungen daran (ausserdem will so ein Ferienticket ja nicht unbenutzt vergammeln). Dort angekommen lies die Langeweile aber nicht lang auf sich warten. Sie schlich sich von hinten an, packte uns am Kragen und riss uns zu Boden. Dort saßen wir also wieder erneut zwischen den Bäumen, mit einer Flasche Wein beladen und hatten nicht die geringste Ahnung, was zu tun war.

Nachdem der Wein schlussendlich warm und unsere Laune im Keller war, musste eine neue Idee her. Sich simpel besaufen erwies sich als schwierig, da wie schon erwähnt der sanfte Rote kaummehr trinkbar war, und die Laune zum Bier einfach noch nicht vorhanden war. Man setzte sich geschlagen zurück in einen Zug und fuhr drauf los. Ironischer weise sogar in den, der zurück in Richtung Heimat fuhr. Nicht dass wir eigentlich nach Hause wollten, nein nein, nur fiel uns dabei auf, dass wir eigentlich schon das letzte mal auch Hamburg zu besuchen gedachten. Warum war uns das eigentlich nicht gleich eingefallen?
Zwei Züge und die hälfte der hälfte der Weinflasche später juckelte der Metronom dann endlich an seinem Zielpunkt ein. Vollkommen orientierungslos liefen wir die Fußgängerzone entlang, und entschieden uns während dessen, die Besucher des Burger Kings zu infiltrieren. Natürlich dachten wir dabei nicht daran, uns dort etwas zu kaufen, geschweige denn auch nur so zu tun. Neeeein. Zuvor lief man noch einmal zurück zum Bahnhofs inneren, bemächtigte sich eines Sixpacks, um sich dann auf der Mauer, die den Aussensitzplatz des Billigrestaurantes umrahmte, niederzulassen.

.. Obwohl unser Umfeld uns weder auch nur im geringsten wahr nahm (abgesehen von einer Hand voll mindestens 35 jähriger Türken, die nicht nur pfiffen sondern auch noch Schwuppen like winkten), noch auch nur ansatzweise über den Interessantheitsgrad eines Hosenscheißers der sich in der Nase bohrt verfügte, dachten wir nicht einmal im Traume daran, unseren Platz aufzugeben. Wir vertrieben uns die Zeit damit, uns über vorbeilaufende (mit zbs. Ordnern auf dem Kopf) zu belustigen, erdreisteten es uns, mit Bierdeckeln durch die Gegend zu schnippen, und später sogar noch Schleichwerbung zu machen.

Aber zu unserem Glück müssten wir uns ja nicht die ganze Zeit selbst beschäftigen. Kurzweilig hatten wir sogar das vergnügen eines Stadtmusikanten direkt vor uns (nun, Vergnügen sollte man da vielleicht in Anführungszeichen setzen... zumindest in anbetracht des Musikus allein). Diesem wurde sogar auf besondere Weise dafür gedankt (auch wenn ich das Kind in der Hinsicht nie verstehen werde..).

Andererseits muss man doch gestehen, dass wir uns, wenn man unsere anderen Aktionen mal genauer betrachtet, ziemlich spießig verhalten hatten. Immerhin sind wir auch nicht selten unnormal unterwegs.

Spießer hin oder her, als wir es dann auch noch geschafft hatten, zwei junge Mädchen von ihrem Platze unweit von uns zu vertreiben, beschlich uns ein Gefühl von Erfolg und der Gewissheit, diesem Tage genug blödes Zeug beschert zu haben. Man tappte zurück zum Bahnhof, erkundigte sich nach dem nächsten Zug in Richtung trautes Heim, suchte sich in diesem ein hübsches Plätzchen, und gab nocheinmal Emolike und Pommesgabel verehrend sein bestes, bevor man sich für diesen Tag auch schon voneinander verabschieden musste.

Shit happens, Amen und so, Luci

P.S.: HAHAHA! Glaubt ihr im Ernst das war das Einzige, was wir im Zug getan haben?!

 

1.8.08 23:38
 


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